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Rennwiese

Rennwiese, abgeleitet von Rennen im Sinne von schnellem Reiten, ist eine mittelalterliche Bezeichnung für einen Turnierplatz, die später auch als Synonym für Pferderennbahnen genutzt wurde.

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1. Funktionswandel
Zur Zeit der Ritterturniere wurden Rennwiesen bei vielen Burgen und Städten angelegt. Nachdem das Lanzenstechen mit dem Rennspieß aus der Mode gekommen war, wurden die Rennwiesen häufig für Pferderennen weiter genutzt. Manche Pferderennbahnen heißen wie die im Magdeburger Stadtteil Herrenkrug oder die beim Landgestüt Zweibrücken heute noch Rennwiese. Mitunter wurden sie wie in Reutlingen oder Oberstimm auch zu Sport- oder Festplätzen umfunktioniert.

2. Namensrelikte
Rennwiesen finden sich noch in einigen Städten, vielerorts erinnern Flur- oder Straßennamen daran:
Achern, Dettingen an der Erms, Karlsruhe, Löwenstein, Mannheim, Markgröningen oder Reutlingen in Baden-Württemberg,
Castrop-Rauxel und Kreuztal in Nordrhein-Westfalen,
Kaufungen in Hessen,
Neukirch im Thurgau, Schweiz.
Zweibrücken in Rheinland-Pfalz,
Lebach im Saarland,
Magdeburg in Sachsen-Anhalt,
Oberstimm in Bayern,